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Wolfgang Kullick

Electronic Money - Alles klar?

Eine Einführung zum Thema eletronic money.

Im Zeitalter der globalen Vernetzung wollen immer mehr Personen ihre Geschäfte elektronisch erledigen. Hierzu verwirren jedoch die verschiedensten Bergriffe. Ich möchte mit diesen Beitrag etwas zur Begriffsentwirrung beitragen. Als wichtigste sollen hier die folgenden Begriffe unterschieden werden: Telefonbanking, Homebanking, Cybermoney, Tele-/Online-Shopping, Electronic Cash und Geldkarte (elektron. Geldbörse).

Elektronisches Bezahlen ist keine neue Erfindung. Die bekannten Verfahren des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wie Scheck, Überweisung oder Lastschrifteinzug können im weitesten Sinne auch als elektronisches Bezahlen bezeichnet werden, wenn man die Abwicklung in den Hintergrundsystemen betrachtet. Auch Verfahren wie Telefon- oder Homebanking sowie Electronic Cash sind mittlerweile schon einige Jahre im Einsatz. Noch in der Entwicklung sind allerdings die Methoden zu Cybermoney, Teleshopping und Geldkarte. Im Bereich des Teleshopping gibt es bisher in Deutschland nur wenige Ansätze.

Telefonbanking

Beim Telefonbanking ruft der Kunde Servicenummern seines Kreditinstitut an, um telefonisch seinen Kontostand abzufragen, Überweisungen zu veranlassen oder andere Zahlungsverkehrstransaktionen telefonisch abzuwickeln. Dabei handelt es sich meist um standardisierte Vorgänge. Die Bank nimmt die eingehenden Anrufe entgegen und bearbeitet dann die Kundenaufträge. Es gibt prinzipiell zwei technisch verschiedene Varianten des Telefonbanking. So gibt es zum einen die reine Mensch-Mensch-Kommunikation, bei denen der Kunde seine Aufträge direkt an einen Bankangestellten weitergibt. Die andere ist ein EDV-gestütztes Verfahren, bei denen der Kunde auf keinen menschlichen Ansprechpartner mehr trifft. Hierbei werden z. B. Spracherkennungssysteme eingesetzt oder Systeme, die über die Tastatureingaben an einem Telefon mit Mehrfrequenzwahl bzw. mit den entsprechenden Zusatzgeräten, die Aufträge entgegennehmen.

Homebanking

Mit dem Begriff wird die Möglichkeit bezeichnet, am heimischen PC Kontostände abzufragen, Überweisungen zu tätigen, Daueraufträge einzurichten und zu löschen sowie diverse andere Bankgeschäfte durchzuführen. Dies geschieht über die Anbindung des PCs an Institutsrechner der Bank via Btx/T-Online. Über Homebanking können die Kunden Tag und Nacht auf ihr Konto zugreifen. Ebenso wird damit die Entfernung zur Hausbank von untergeordneter Bedeutung. Die Anbindung via Btx/T-Online hat sich bei den Kreditinstituten als Standard etabliert. Auch die Anbindung via Internet ist bereits möglich. Eine einheitliche Lösung für Homebanking via Internet ist aber aufgrund sicherheitstechnischer Probleme noch nicht endgültig realisiert.

Cybermoney

Mit Cybermoney oder Electronic Money bezeichnet man Zahlungssysteme, mit denen über das Internet Geld für Einkäufe transferiert werden kann. Um im Internet einkaufen zu können, muß es die Möglichkeit geben, einfach, komfortabel und sicher bezahlen zu können. Bei den meisten Bestellungen über das Internet steht man bisher vor dem Problem, daß über Kreditkarten bezahlt werden muß und dafür bei der Bestellung die Kreditkartennummer und das Verfallsdatum eingegeben werden müssen.

Die Weitergabe dieser Informationen über das Internet ist aber bisher ungefähr so sicher wie der Versand von Postkarten, nur daß hier noch mehr Stellen beim Postaustausch beteiligt sind. Dementsprechend besteht damit auch die Gefahr, daß diese Angaben mitgelesen und mißbraucht werden können.

Teleshopping

Mit den Begriff Teleshopping wird die Durchführung von Warenbestellungen oder Reisebuchungen am Fernseher bezeichnet. Eng verbunden ist hiermit der Begriff interaktives Fernsehen. Dafür benötigt man eine rechnergestützte Anschlußeinheit am Fernseher, die der Benutzer über eine Fernbedienung steuert und in der ein Rückkanal enthalten ist. Dabei kann es sich um eine separate Anschlußeinheit handeln, sie kann auch in den Fernsehgeräten der nächsten Generation integriert sein. Über eine solche Anschlußeinheit sollen Anwender in Zukunft interaktiv ein breites Angebot von neuartigen Dienstleistungen wie Video-on-Demand oder Teleshopping nutzen können. Das Zielpublikum ist dabei die große Masse der technisch weniger Interessierten, insbesondere soll hiermit erstmals ein Massenmarkt erreicht werden, der über die Gruppe der PC-Benutzer hinausreicht.

Electronic Cash

Bei Electronic Cash handelt es sich um ein Zahlungssystem, bei der mit EC-Karte bzw. mit anderen zugelassen Karten und Geheimzahl an speziellen Terminals Einkäufe bezahlt werden können. Der Zahlungsbetrag kann, in Abhängigkeit vom Kreditinstitut, bis zu DM 3.000,-- und mehr betragen. Der Käufer wird nach einigen Tagen mit dem entsprechenden Betrag von seiner Bank belastet. Zugang zu dieses Service haben mehr als 40 Millionen Benutzer von für diesen Service zugelassenen Karten. Bei Electronic Cash garantieren die Kreditinstitute den Handelsunternehmen die Bezahlung.

Geldkarte (elektronische Geldbörse)

Hierbei handelt es sich um das derzeit neuste Zahlungssystem. Die von Banken und Sparkassen ausgegebenen EC-Karten und Kundenkarten werden künftig mit einem multifunktionalen Chip ausgestattet. Dieser Chip bietet den Karteninhabern die Möglichkeit, bis zu DM 400,-- als "Bargeld" in diesen Chip zu laden. Das Laden erfolgt in Verbindung mit der Geheimzahl an speziellen Terminals bzw. am Geldautomaten. Sein Konto wird, im Gegensatz zu Electronic Cash, sofort beim Aufladen belastet. Das geladene "Bargeld" kann dann an hierfür ausgestatteten Kassen oder Terminals zur Bezahlung von Einkäufen und Dienstleistungen verwendet werden. Die Bezahlung erfolgt ohne Eingabe einer Geheimzahl. Die Kreditinstitute garantieren den Handelsunternehmen die Bezahlung. Mit einem kleinen Taschenlesegerät kann dann der Karteninhaber jederzeit selbst die letzen 15 Einkäufe nachvollziehen.

Wolfgang Kullick

 
 
 

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letzte Änderung am 6. März 2002 durch Yvonne Röckl